DAS IST MEF

Der Arbeitskreis MEF (= Mission-Entwicklung-Frieden-Bewahrung der Schöpfung)
möchte das Verantwortungsbewusstsein für eine friedlichere und gerechtere Welt in unserer Pfarrei wach halten. Mehr Infos gibt es HIER.


UNSERE AKTIVITÄTEN

im März 2020
Hoffen wider alle Hoffnung – Wir bauen mit an einem Friedensnetz

Gib Frieden!“ – unter dieses Leitwort hat MISEREOR seine diesjährige Fastenaktion gestellt. Damit nimmt MISEREOR Bezug auf das gemeinsame Jahresthema aller katholischen Hilfswerke ‚Frieden leben‘ und lenkt heuer unseren Blick auf die Arbeit der Partnerorganisationen im Libanon und in Syrien.
Das Leitwort ist bewusst mehrdeutig: „Lasst uns in Ruhe mit euren Problemen!“ „Wir können nicht mehr!“ MISEREOR sieht dies und sagt: Wir können trotz allem zum Frieden beitragen. Ohnmacht und Abstumpfung gewinnen nicht die Oberhand. Wir widerstehen der Globalisierung der Gleichgültigkeit! Nach acht Jahren Bürgerkrieg ist Syrien ein in jeder Hinsicht zerstörtes Land: Korruption, Gesetzlosigkeit, fehlende Infrastruktur und ein massiver Bevölkerungsverlust durch Flucht lassen eine Zukunftsperspektive für das Land und seine Menschen kaum sichtbar werden. Circa 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge haben im Libanon Zuflucht gesucht. Auch hier haben sie keine Perspektive. Mit 4,5 Millionen Einwohnern und einem fragilen politischen System stellt die Sorge für die Flüchtlinge auch die libanesische Gesellschaft vor nahezu unlösbare Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund leisten die MISEREOR-Partner – der Flüchtlingsdienst der Jesuiten und Pontifical Mission, das päpstliche Hilfswerk im Nahen Osten, Großartiges: Sie schaffen Räume, in denen Kinder und Jugendliche Bildung und Zuwendung erhalten und in denen die Familien, Frauen und Männer, aufatmen und sich den traumatischen Erfahrungen der Flucht und den Herausforderungen des Alltags stellen können. Damit künden sie von einem Gott, der uns niemals aufgibt, der alles daransetzt, dass wir eine Zukunft haben und zum Leben auf-erstehen.

Hier entstehen auch Hoffnungsorte, wo Menschen einander beistehen und selbst etwas riskieren, um andere in ihrer Verletzlichkeit zu schützen.
Diese Arbeit möchten wir (vom AK MEF) gerne unterstützen, aber auch zum Nachdenken anregen: wie kann Frieden auch bei uns entstehen? Denn auch bei uns scheint der Frieden manchmal unerreichbar und die Hoffnung darauf aussichtslos. Doch auf jeden einzelnen kommt es an, Frieden zu verwirklichen und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. So kann ein Netz des Friedens entstehen.

Diesen Impuls haben wir zum Anlass genommen und uns überlegt, womit man das konkret in die Tat umsetzen könnte. An einem kreativen Abend haben wir so ein Friedensnetz gesponnen, das als Schautafel momentan in der Kirche steht.

  Größe 5 MB

Und so bitten wir für die Menschen in Syrien und im Libanon, aber auch für uns alle: GIB FRIEDEN!

Hoffen wider alle Hoffnung –
das ist es, was uns als Christinnen und Christen auszeichnen kann:

Hoffen wider alle Hoffnung,
glauben, dass es dennoch weitergeht.
Lieben, wo es beinah nicht mehr möglich,
damit die Welt auch morgen noch besteht.

Wenn mein Herz nicht zur Ruhe kommt
Die Seele verletzt ist
Ich mir selbst fremd geworden bin
Dann gib Frieden, Gott!

Wenn Hoffnung nur noch ein Wort ist
Zukunft ein leeres Versprechen
Ich den Horizont nicht sehe
Dann gib Frieden, Gott!

Wenn Völker zum Spielball mächtiger Interessen werden
Der Einzelne nicht zählt
Geschichte sich wiederholt
Dann gib Frieden, Gott!

Wenn Du weiterhin die Welt in deinen Händen hältst,
die Herzen der Menschen berührst
Zukunft und Leben willst:
Dann gib Frieden, Gott!

Gib der Welt Gib uns
Gib mir Was es braucht,
dass Friede werden kann.
Hilf zum Frieden, Gott – heute!

(von Andreas Paul, MISEREOR, Aachen)